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Lohn-Updates

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Die Märzklausel in der Sozialversicherung

Sonderzahlungen, die der Arbeitgeber neben dem laufenden Arbeitsentgelt gewährt, sind grundsätzlich sozialversicherungspflichtig. Im Sozialversicherungsrecht werden sie unter den Begriffen "einmalig gezahltes Arbeitsentgelt" oder "Einmalzahlung" zusammengefasst. Dazu gehören Urlaubs- und Weihnachtsgeld, ein 13. Gehalt, aber auch Prämien oder Provisionen ohne Bezug auf einen bestimmten Entgeltabrechnungszeitraum, Gratifikationen, Jubiläumszuwendungen und Tantiemen. Für einmalig gezahlte Arbeitsentgelte ist charakteristisch, dass sie über einen längeren Zeitraum erarbeitet werden.

Die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge für die gewährten Einmalzahlungen erfolgt in der Regel in dem Monat, in dem sie ausgezahlt werden. Oftmals wird durch die Sonderzahlung die monatliche Beitragsbemessungs-grenze überschritten. Da aber mit der Sonderzahlung nicht die Arbeitsleistung eines bestimmten Lohnzahlungszeitraumes vergütet wird, gilt für Ein-malzahlungen auch nicht die monatliche Beitragsbemessungsgrenze. Vielmehr ist für die Ermittlung der fälligen Sozialversicherungsbeiträge die anteilige jährliche Beitragsbemessungsgrenze ausschlaggebend.

Für die Beurteilung, in welcher Höhe für die Sonderzahlung Sozialversicherungsbeiträge fällig werden, wird neben den anteiligen jährlichen Beitragsbemessungsgrenzen in den einzelnen Versicherungszweigen auch das bereits im Kalenderjahr verbeitragte Arbeitsentgelt benötigt.

1. Beispiel

laufendes Arbeitsentgelt 3.400,00 € monatlich
Prämienzahlung im Mai 2005 1.500, 00 €
  KV/PV RV/AV
monatliche Beitragsbemessungsgrenze (2005) 3.525,00 € 5.200,00 €
anteilige Jahres-Beitragsbemessungsgrenze für die Zeit vom Januar bis Mai 5 x 3.525,00 € =
17.625,00 €
5 x 5.200,00 € =
26.000,00 €
abzüglich bisher beitragspflichtiges Arbeitsentgelt (laufendes Arbeitsentgelt und Sonderzahlungen ohne die zu beurteilende Sonderzahlung) im gleichen Zeitraum 5 x 3.400,00 € =
17.000,00 €
5 x 3.400,00 € =
17.000,00 €
Differenz bis zur anteiligen Jahres-Beitragsbemessungsgrenze 625,00 € 9.000,00 €
Höhe der zu beurteilenden Sonderzahlung 1.500,00 € 1.500,00 €
Beitragsbemessungsgrundlage für die Sonderzahlung 625,00 € 1.500,00 €

 

 

Die anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze ist in den ersten Monaten eines Kalenderjahres noch relativ gering, sodass für Sonderzahlungen eventuell nur niedrige Beiträge fällig würden. Deshalb wurde die so genannte Märzklausel eingeführt.

Märzklausel (§ 23a Abs. 4 SGB IV)

Einmalig gezahltes Arbeitsentgelt ist dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum des vergangenen Kalenderjahres zuzuordnen, wenn

• die Einmalzahlung in den Monaten Januar bis März erfolgt,
• der Arbeitnehmer bereits im Vorjahr bei diesem Arbeitgeber beschäftigt war und
• durch die Sonderzahlung zusammen mit dem beitragspflichtigen Arbeitsentgelt des laufenden Kalenderjahres die anteilige
Jahres-Beitragsbemessungsgrenze in einem Versicherungszweig überschritten wird.

 

Anwendung der Märzklausel bei Sonderzahlungen an krankenversicherungspflichtige Arbeitnehmer

Für die Prüfung, ob die Märzklausel anzuwenden ist, ist allein die anteilige Jahres-Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung maßgebend (§ 23a Abs. 5 SGB IV). Wird diese Grenze überschritten, ist die Sonderzahlung in der Sozialversicherung dem Vorjahr zuzuordnen. Die Zuordnung der Einmalzahlung zum Vorjahr ist für alle Versicherungszweige, also sowohl in der Kranken- und Pflegeversicherung als auch in der Renten- und Arbeitslosenversicherung, einheitlich vorzunehmen.

Damit soll vermieden werden, dass die Beitragsberechnung für die Einmalzahlung in der Kranken- und Pflegeversicherung und in der Renten- und Arbeitslosenversicherung für unterschiedliche Kalenderjahre vorgenommen wird.

 

Anwendung der Märzklausel bei Sonderzahlungen an freiwillig oder privat krankenversicherte Arbeitnehmer

Sofern der Arbeitnehmer nicht der Krankenversicherungspflicht unterliegt, ist für die Beurteilung die anteilige Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung maßgebend. Wenn diese Grenze überschritten ist, muss das einmalig gezahlte Arbeitsentgelt dem Vorjahr zugeordnet werden.

 

2. Beispiel

laufendes Arbeitsentgelt 3.400,00 € monatlich
Prämienzahlung im Mai 2005 1.500, 00 €
  KV/PV RV/AV
monatliche Beitragsbemessungsgrenze (2005) 3.525,00 € 5.200,00 €
anteilige Jahres-Beitragsbemessungsgrenze für die Zeit vom Januar bis März 3 x 3.525,00 € =
10.575,00 €
3 x 5.200,00 € =
15.600,00 €
abzüglich bisher beitragspflichtiges Arbeitsentgelt (laufendes Arbeitsentgelt und Sonderzahlungen ohne die zu beurteilende Sonderzahlung) im gleichen Zeitraum 3 x 3.400,00 € =
10.200,00 €
3 x 3.400,00 € =
10.200,00 €
Differenz bis zur anteiligen Jahres-Beitragsbemessungsgrenze 375,00 € 5.400,00 €
Höhe der zu beurteilenden Sonderzahlung 1.500,00 € 1.500,00 €
Beitragsbemessungsgrundlage für die Sonderzahlung 1.500,00 € 1.500,00 €
Zuordnung der Sonderzahlung (1.500,00 €) Vorjahr (= 2004)

 

Bei der Beitragsberechnung unter Anwendung der Märzklausel ist zu beachten:

• Zu berücksichtigen sind sowohl die individuelle Jahres-Beitragsbemessungsgrenze als auch die Beitragssätze und die Beitragsgruppen, die in der Sozialversicherung des Vorjahres gültig waren.

• Die Zuordnung der Sonderzahlung zum Vorjahr bleibt auch dann erhalten, wenn aufgrund der bereits verbeitragten Arbeitsentgelte nicht für die gesamte Einmalzahlung SV-Beiträge zu entrichten sind.

• Die Beiträge für die Einmalzahlung sind an die Krankenkasse abzuführen, bei der der Arbeitnehmer im Vorjahr versichert war.

• Durch die Anwendung der Märzklausel ändert sich auch das zu meldende beitragspflichtige Bruttoarbeitsentgelt des Vorjahres. Deshalb werden Jahresmeldungen zur Sozialversicherung für das abgelaufene Kalenderjahr erst zum 15. April des Folgejahres fällig.

In der folgenden Übersicht wird zusammenfassend dargestellt, wie sich die Anwendung der Märzklausel bei einer Prämienzahlung im März 2005 in den Unterlagen der Lohn- und Gehaltsabrechnung widerspiegelt.

Lohn- und Gehaltsabrechnung für den Arbeitnehmer
Lohnkonto
Lohnjournal
Ausweis der Sonderzahlung im Abrechnungszeitraum März 2005 - Bruttobetrag - LSt, SolZ, KiSt - AN- und AG-Anteile zur KV, RV, AV, PV
Lohnsteuer-Anmeldung Lohnsteuer-Anmeldung für März 2005 enthält auch LSt-, SolZ- und KiSt-Beträge für die Sonderzahlung
Beitragsabrechnungsliste (§ 3 Abs. 1 und 2 BÜVO) getrennter Ausweis des laufenden Arbeitsentgelts und der Sonderzahlung sowie der dazugehörigen Beiträge unter Hinweis auf den Märzklauselfall
Beitragsnachweis (an die Krankenkasse, bei der der Arbeitnehmer im Vorjahr 2004 versichert war) Ausweis mit Beiträgen für den Abrechnungsmonat März 2005. Hinweis: ab 2005 sind die besonderen Korrektur-Beitragsnachweise für abgelaufene Kalen¬derjahre nicht mehr erforderlich
Buchungsbeleg für die Finanzbuchhaltung Ausweis der durch die Sonderzahlung entstandenen Personalkosten und Verbindlichkeiten (gegenüber Arbeitnehmer, Finanzamt und Sozialversicherung) für März 2005
Lohnsteuerbescheinigung Bescheinigung der Sonderzahlung mit steuerpflichtigem Bruttoarbeitslohn für das Jahr 2005 Abgabe bis zum 28.2.2006
Meldung zur Sozialversicherung Meldung mit dem sozialversicherungspflichtigen Bruttoarbeitsentgelt für das Jahr 2004 (Jahresmeldung) unter Berücksichtigung der RV- Beitragsgruppen 0100/0200, 0300/0400, 0500/0600 Abgabe bis zum 15.4.2005
Berufsgenossenschaft Ausweis bzw. Meldung mit den Arbeitsentgelten für das Jahr 2005

 

Stand: 1. März 2005

Hier finden Sie dieses Lohn-Update "Die Märzklausel in der Sozialversicherung" zum Download als pdf-Datei.

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