Diese Webseite nutzt Cookies für grundlegende Funktionen und zur Optimierung der angebotenen Inhalte. Mit der Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich hiermit einverstanden. Weiterlesen …

Lohn-Updates

In unseren Lohn-Updates finden Sie wissenswerte Neuigkeiten rund um das Thema Lohnabrechnung. Unsere Lohn-Updates erscheinen monatlich. Melden Sie sich gleich an, wenn Sie die neueste Ausgabe per E-Mail zugeschickt haben möchten ...

Lohn-Updates

Umfrage: Wie organisieren Sie die laufende Abrechnung?

Als Spezialdienstleister wissen wir - die laufende Lohn- und Gehaltsabrechnung stellt Unternehmen immer wieder vor Herausforderungen. Wie ist das bei Ihnen?
In Zusammenarbeit mit Billomat führen wir vom 1. bis 19. August eine Umfrage durch, deren Ergebnisse wir gerne auch mit Ihnen teilen. Als Dankeschön für Ihre Teilnahme verlost Billomat zudem einen Travador Reisegutschein im Wert von 50 Euro.

Jetzt Mitmachen, voneinander lernen, gewinnen ... »

Beitragsrechtliche Behandlung von arbeitgeberseitigen Leistungen während des Bezugs von Entgeltersatzleistungen ab 1.1.2008

Sonstige nicht beitragspflichtige Einnahmen (§ 23c SGB IV)

Arbeitgeberseitige Leistungen, die für Zeiten des Bezugs von Krankengeld, Versorgungskrankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld und Mutterschaftsgeld sowie von Krankentagegeld oder während einer Elternzeit weiter erzielt werden, gelten nicht als beitragspflichtiges Arbeitsentgelt, soweit die Einnahmen zusammen mit den Sozialleistungen das Nettoarbeitsentgelt nach § 47 SGB V nicht übersteigen. Diese Regelung wurde 2005 mit dem Verwaltungsvereinfachungsgesetz eingeführt und gilt einheitlich sowohl für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung als auch für Versicherte der privaten Krankenversicherung. Die Vorschrift wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2008 an geändert. Danach gehören arbeitgeberseitige Leistungen, die für die Zeit des Bezugs von Sozialleistungen gezahlt werden, nicht zum beitragspflichtigen Arbeitsentgelt, wenn die Einnahmen zusammen mit den Sozialleistungen das Nettoarbeitsentgelt nicht um mehr als 50,00 € (Freigrenze) übersteigen. Damit entfällt für diese Kleinstbeträge die Beitragspflicht und die damit verbundenen Melde- und Nachweispflichten.

 

Vom Gesetz einbezogene SozialleistungenArbeitgeberleistungen
• Krankengeld und Krankengeld bei Erkrankung des Kindes

• Verletztengeld und Verletztengeld bei Verletzung des Kindes

• Übergangsgeld

• Versorgungskrankengeld

• Erziehungsgeld oder Elterngeld

• Krankentagegeld
Zuschüsse zum:

• Krankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld

• Mutterschaftsgeld

• Krankentagegeld privat Versicherter

• Sachbezüge (z.B. Kost, Wohnung, Firmenfahrzeug)

• Firmen- und Belegschaftsrabatte

• vermögenswirksame Leistungen

• Zuschüsse zu Kontoführungsgebühren

• Zinsersparnisse aus verbilligten Arbeitgeberdarlehen

• Telefonzuschüsse

• Beiträge und Zuwendungen zur betrieblichen Altersvorsorge

 

 

Außerdem wurde eine Möglichkeit geschaffen, dass Arbeitgeber im Rahmen des bestehenden Meldeverfahrens Bescheinigungen in Form eines einheitlichen Datensatzes abgeben können. Die Sozialleistungsträger werden verpflichtet, in diesen Fällen dem Arbeitgeber erforderliche Rückmeldungen ebenfalls als Datensatz anzuliefern. Die Werte, die sich aus der Mitteilung des Sozialleistungsträgers über die Höhe der Sozialleistung ergeben, sind grundsätzlich für die Ermittlung des SV-freien Betrags heranzuziehen. Wird jedoch bei privat Versicherten kein Krankentagegeld gewährt, ist die Regelung nach § 23c SGB IV nicht anzuwenden. Die vom Arbeitgeber weitergezahlten Leistungen unterliegen dann in voller Höhe der Beitragspflicht.

Grundsätze für die Ermittlung des Brutto- und des Nettoarbeitsentgelts

• Maßgebend sind die Ermittlungsgrundsätze, die in der bundeseinheitlichen Entgeltbescheinigung zur Berechnung von Krankengeld angegeben sind.

• Das Bruttoarbeitsentgelt ist nicht auf die Beitragsbemessungsgrenze zu kürzen.

• Es sind Brutto- und Nettoarbeitsentgelt zu bescheinigen, das ohne Entgeltumwandlungen zum Aufbau einer privaten Altersversorgung erzielt worden wäre.

• Nettoarbeitsentgelt ist das um die gesetzlichen Abzüge (LSt, SolZ, KiSt, Pflichtbeiträge zur SV, bei freiwillig bzw. privat Krankenversicherten auch deren KV/PV-Beitragsanteil) verminderte Bruttoarbeitsentgelt einschließlich der Sachbezüge.

• Bei privat Krankenversicherten sind bei der Ermittlung des Nettoarbeitsentgelts auch die Beiträge für Angehörige und für Krankentagegeld abzuziehen.

• Pflichtbeiträge an eine berufsständische Versorgungseinrichtung sind Rentenversicherungsbeiträgen bei bestehender Rentenversicherungspflicht in der allgemeinen Rentenversicherung gleichgestellt.

• Das Vergleichs-Nettoentgelts für Arbeitsentgelte innerhalb der Gleitzone ohne Beachtung der besonderen beitragsrechtlichen Regelungen zu ermitteln und in der Entgeltbescheinigung für den Sozialleistungsträger auszuweisen. Es wird der Berechnung der Sozialleistung zugrunde gelegt.

• Einmalig gezahlte Arbeitsentgelte sind bei der Ermittlung des Vergleichs-Nettoarbeitsentgelts ebenfalls nicht zu berücksichtigen. • Arbeitgeberleistungen bleiben nur sozialversicherungsfrei wenn die Einnahmen zusammen mit den Sozialleistungen das Vergleichs-Nettoarbeitsentgelt nicht um mehr als 50,00 € (Freigrenze) übersteigen.

 

Ermittlung der beitragspflichtigen Einnahmen
Vergleichs-Nettoarbeitsentgelt
./. Netto-Sozialleistung
= SV-freier Betrag, der mit der Brutto-Zahlung des Arbeitgebers zu vergleichen ist

 

 

Daraus resultieren folgende Mitteilungspflichten sowohl für den Arbeitgeber als auch für die Sozialleistungsträger:

• Der Arbeitgeber hat dem zuständigen Sozialleistungsträger das Nettoarbeitsentgelt und die beitragspflichtigen Brutto- und Nettoeinnahmen in einem Formular oder durch eine gesicherte und verschlüsselte Datenübertragung aus systemgeprüften Programmen bzw. mittels maschinell erstellter Ausfüllhilfen mitzuteilen.

• Private Krankenversicherungsunternehmen erhalten diese Mitteilung nicht.

• Die Sozialleistungsträger haben dem Arbeitgeber die Höhe der Brutto- und Netto-Sozialleistung mitzuteilen, wenn der Arbeitgeber angezeigt hat, dass er während des Sozialleistungsbezugs beitragspflichtige Leistungen gewährt.

• Nutzt der Arbeitgeber das maschinelle Dialogverfahren, so ist der Sozialleistungsträger in diesen Fällen verpflichtet, alle Angaben gegenüber dem Arbeitgeber ebenfalls durch Datenübertragung zu erstatten.

• Im Falle der Zahlung von Krankentagegeld können auch private Krankenversicherungsunternehmen die Angaben gegenüber dem Arbeitgeber durch Datenübertragung erstatten.

 

Hinweis für die Praxis
Tage mit beitragspflichtigen Einnahmen sind als SV-Tage zu bewerten. Das hat auch Auswirkungen auf die Erstattung von Unterbrechungs- bzw. Abmeldungen. Sie sind nur in den Fällen zu erstatten, in denen keine beitragspflichtigen Einnahmen vorliegen.

 

Wird beispielsweise für einen vollen Kalendermonat mit Sozialleistungsbezug ein VWL-Arbeitgeberanteil in Höhe von 26,00 € weitergewährt, ergibt sich nach der Neuregelung keine beitragspflichtige Einnahme, da hier die monatliche Bagatellgrenze von 50,00 € in jedem Fall unterschritten wird. Wird jedoch dieser VWL-Arbeitgeberanteil in Höhe von 26,00 € für einen Abrechnungszeitraum gezahlt, in dem nur für einen Teilmonat ein Sozialleistungsbezug gewährt wurde, ist der VWL-Arbeitgeberanteil dem in diesem Monat tatsächlich erzielten Arbeitsentgelt zuzuordnen und in voller Höhe beitragspflichtig.

Beispiel

Weitergewährung eines monatlichen geldwerten Vorteils während des Krankengeldbezugs

Gehalt 2.900,00 €
GEVO (Firmenfahrzeug) 450,00 €
Bruttoarbeitsentgelt (inkl. GEVO) 3.350,00 €
monatlicher Auszahlungsbetrag (LSt.-Kl. IV/0, KV-AN = 7,85%) 1.511,49 €
  monatlich kalendertäglich
Vergleichs-Nettoarbeitsentgelt 1.961,49 € 65,38 €
Bruttokrankengeld 1.765,34 € 58,84 €
Nettokrankengeld (./. ½ RV, ½ AV, ½ PV) 1.541,14 € 51,37 €
sv-freier Betrag (1.914,27 ./. 1.484,23) € 420,35 € 14,01 €
Weitergewährung GEVO (Firmenfahrzeug) 450,00 € 15,00 €
Differenz (450,00 ./. 420,34) € 29,65 € 0,99 €

 

Der sv-freie Betrag wird monatlich um 29,65 € (kalendertäglich: 29,65 € / 30 = 0,99 €) überschritten. Dieser monatliche Betrag gilt nach der Neuregelung ab 1.1.2008 nicht als beitragspflichtige Einnahme.

Hinweis für die Praxis
Nach § 3 Abs. 1 EFZG hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer im Krankheitsfall das Entgelt für die Dauer von sechs Wochen fortzuzahlen. Der Beschäftigte hat also grundsätzlich Anspruch auf die Überlassung des Firmenfahrzeugs – als Teil der Arbeitsvergütung – innerhalb des Entgeltfortzahlungszeitraums.

Mit dem Ende des Fortzahlungszeitraums entfällt der Anspruch auf den Dienstwagen entschädigungslos, wenn nicht im Arbeitsvertrag etwas anderes vereinbart wurde.

 

Stand: 22. Februar 2008

Hier finden Sie dieses Lohn-Update "Beitragsrechtliche Behandlung von arbeitgeberseitigen Leistungen während des Bezugs von Entgeltersatzleistungen ab 1.1.2008" zum Download als pdf-Datei.

______________________________________________________________________________

Folgende Themen könnten Sie auch interessieren:

______________________________________________________________________________

Zurück

Unser Tipp für eine Sorge weniger:

Lohn- und Gehaltsabrechnung durch Paychex

  • ✔ bereits ab 1 Mitarbeiter
  • ✔ persönlicher Ansprechpartner
  • ✔ zuverlässiger und schneller Service

 

Jetzt mehr erfahren »

Kundenbewertungen bei eKomi:


"zuverlässig, kompetent und pünktlich"
"Schnelle und zuverlässige Lohn- und Gehaltsabrchnung, auch für kleine Unternehmen sehr zu empfehlen."
"Daumen hoch :o)"


Weitere Bewertungen ansehen »

Paychex Newsletter Anmeldung