Diese Webseite nutzt Cookies für grundlegende Funktionen und zur Optimierung der angebotenen Inhalte. Mit der Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich hiermit einverstanden. Weiterlesen …

Lohn-Updates

In unseren Lohn-Updates finden Sie wissenswerte Neuigkeiten rund um das Thema Lohnabrechnung. Unsere Lohn-Updates erscheinen monatlich. Melden Sie sich gleich an, wenn Sie die neueste Ausgabe per E-Mail zugeschickt haben möchten ...

Lohn-Updates

Umfrage: Wie organisieren Sie die laufende Abrechnung?

Als Spezialdienstleister wissen wir - die laufende Lohn- und Gehaltsabrechnung stellt Unternehmen immer wieder vor Herausforderungen. Wie ist das bei Ihnen?
In Zusammenarbeit mit Billomat führen wir vom 1. bis 19. August eine Umfrage durch, deren Ergebnisse wir gerne auch mit Ihnen teilen. Als Dankeschön für Ihre Teilnahme verlost Billomat zudem einen Travador Reisegutschein im Wert von 50 Euro.

Jetzt Mitmachen, voneinander lernen, gewinnen ... »

Fahrtkostenerstattung durch den Arbeitgeber

Übernahmemodelle für Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

Arbeitgeber haben verschiedene Möglichkeiten, ih­ren Arbeitnehmern die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte zu erstatten. Ein An­spruch auf die Erstattung der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz haben Arbeitnehmer nur, wenn dies in einem Tarifvertrag, einer Betriebsver­einbarung oder einem Einzelarbeitsvertrag verein­bart ist. Die Fahrten zu der ersten Tätigkeitsstätte stellen keine Arbeitszeit dar, sie sind dem privaten Lebensbereich der Arbeitnehmer zuzuordnen. Den­noch kann eine Beteiligung des Arbeitgebers oder auch deren vollständige Übernahme für Arbeitgeber und Arbeitnehmer vorteilig sein. Dieser Beitrag er­läutert verschiedene Übernahmemodelle und was bei der Lohnabrechnung zu beachten ist.

Künftig mehr wissen - abonnieren Sie unseren Newsletter!

Die Paychex Lohn-Updates machen Kompliziertes verständlich.

Jeden Monat greifen wir ein für die Lohnabrechnung bedeutendes Thema auf und erklären es einfach und anhand von Beispielen.

Abonnieren Sie gleich den kostenlosen Paychex Newsletter und erhalten künftig jeden Monat unsere Lohn-Updates.

Lohn-Updates abonnieren »

Arten der Fahrtkostenerstattung

Privat-Fahrzeug

Der Arbeitgeber kann die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte erstatten, wenn der Arbeitnehmer dafür sein privates Fahrzeug benutzt. Für die Erstattung muss der Arbeitgeber mit dem Arbeitnehmer nur einen Erstattungsbetrag pro km vereinbaren. Bei einer Erstattung von 0,30 € ist eine Pauschalversteuerung möglich. Alles was den Betrag von 0,30 € pro km übersteigt, wird als laufender Arbeitslohn mit dem individuellen Steuersatz versteuert.

Öffentliche Verkehrsmittel (Job-Ticket)

Bei Fahrten mit dem öffentlichen Verkehrsmittel hat der Arbeitgeber die Wahl, ob er es mit der Entfer­nungspauschale von 0,30 € pro km erstattet oder die tatsächlichen Kosten der Fahrten. Sollte der Ar­beitgeber die tatsächlichen Kosten erstatten, kann er diese ebenfalls pauschal mit 15 % versteuern.

Zu beachten ist die Höchstgrenze von 4.500,00 €. Erstattet der Arbeitgeber die Fahrten mit den öffent­lichen Verkehrsmitteln nur mit dem Pauschalbetrag in Höhe von 0,30 €, so ist die Pauschalversteuerung in diesem Fall auf 4.500,00 € begrenzt.

Beispiel:
Ein Arbeitnehmer erhält von seinem Arbeitgeber ein Job-Ticket in Höhe von monatlich 175,00 €. Der Ar­beitgeber kann die tatsächlichen Kosten in Höhe von 175,00 € pauschal mit 15 % versteuern. Es ist irrelevant, wenn die Entfernungspauschale unter 175,00 € liegt.

Dienstwagen

Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer auch einen Dienstwagen zur privaten Nutzung überlassen. Da­bei können die Fahrten zwischen Wohnung und ers­ter Tätigkeitsstätte entweder mit 0,03 % vom Brut­tolistenpreis ermittelt werden oder anhand eines Fahrtenbuches und der tatsächlichen Kosten. Wer­den die Fahrten zur Tätigkeitsstätte mit den anteili­gen tatsächlichen Kosten ermittelt, so kann man monatlich erstmal einen pauschalen Betrag festset­zen. Die Korrektur kann dann ebenfalls monatlich oder mit einer Dezemberkorrektur im Januar erfol­gen.

Beispiel:
Ein Arbeitnehmer hat für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte einen Dienstwagen mit einem Bruttolistenpreis in Höhe von 25.000,00 € zur Verfügung gestellt bekommen. Die Wohnung ist von der ersten Tätigkeitsstätte 45 km weit entfernt.

Berechnung:
0,03 % von 25.000,00 € x 45 km = 337,50 €

Pauschal darf nur bis zur Entfernungspauschale ver­steuert werden:

45 km x 0,30 € x 15 Arbeitstage = 202,50 €

In der Sozialversicherung ist der pauschal versteu­erte Betrag frei.

Der laufende Arbeitslohn in Höhe von 135,00 € (= 337,50 € - 202,50 €) wird mit dem individuellen Steuersatz versteuert und ist beitragspflichtig.

Gut und günstig - Lohnabrechnung vom Spezialdienstleister!

Erfahren Sie mehr über

  • die Vorteile,
  • was gute Lohnbüros ausmacht und
  • wie einfach der Wechsel ist.

Jetzt informieren »

Barzuschuss

Eine Pauschalversteuerung ist auch bei Barzuschüs­sen möglich, wenn der Betrag dafür die Vorausset­zungen erfüllt.

Freibetrag für Fahrtkosten in Höhe von 44,00 €

Sachbezüge, die monatlich nicht 44,00 € über­schreiten, sind steuer- und beitragsfrei. Zu den Sachbezügen gehören auch die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Barzuschüsse zu den Fahrten fallen nicht unter die 44,00 €-Grenze.

Zu beachten ist der Jahresfahrschein, da der Zu­fluss mit der Überreichung der Karte entsteht. Ein monatlicher Zufluss entsteht nur, wenn die Fahrbe­rechtigung von Monat zu Monat vom Lohnbüro überreicht wird bzw. bei Chipkarten die Freischal­tung monatlich erfolgt.

Zuzahlungen des Arbeitnehmers

Der Arbeitnehmer kann den steuerpflichtigen Sach­bezug (Fahrten Wohnung - erster Tätigkeitsstätte) mindern, indem er zu dem vom Arbeitgeber erstat­tenden Betrag Zuzahlungen leistet. Auf diese Weise kann der Sachbezug auf 44,00 € im Monat gemind­ert werden, was zur Folge hätte, dass der Sachbe­zug nach § 8 Abs. 2 S. 11 Einkommensteuergesetz (EStG) steuerfrei ist.

Beispiel:
Der Arbeitgeber stellt dem Arbeitnehmer ein Job-Ticket im Wert von 60,00 €. Der Arbeitnehmer leistet eine Zuzahlung in Höhe von 20,00 €. Andere Sach­bezüge erhält der Arbeitnehmer nicht.

Das Job-Ticket ist in diesem Fall steuer- und bei­tragsfrei, da der Sachbezug einen Wert in Höhe von 40,00 € (= 60,00 € - 20,00 €) hat.

Pauschalversteuerung der Fahrtkosten

Die Entfernungspauschale ist im § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG geregelt. Dadurch, dass die Entfernungspau­schale als Werbungskosten in der Einkommensteu­ererklärung abgezogen werden kann, kann man als Arbeitgeber den Betrag pauschal mit 15 % Lohn­steuer versteuern. Sollte sich der Arbeitgeber jedoch dazu entscheiden, verliert der Arbeitnehmer den An­spruch auf die Ansetzung der Fahrten als Wer­bungskosten. Der Vorteil ist allerdings die Beitrags­freiheit in der Sozialversicherung.

Die Pauschalversteuerung darf jedoch nur auf den Betrag erfolgen, der als Werbungskosten ansetzbar ist (0,30 € pro Entfernungskilometer). Der überstei­gende Betrag ist mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern. Entscheidet man sich gegen die Pau­schalversteuerung, ist der Gesamtbetrag der Fahr­ten zwischen Wohnung & erster Tätigkeitsstätte mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern und in der Sozialversicherung abgabenpflichtig.

Berechnung

Pro Entfernungskilometer wird 0,30 € berechnet und das jeden Tag den man zur Arbeit fährt.

Entfernungskilometer:
Für die Berechnung darf man nur die vollen Kilome­ter nehmen, das heißt, dass man die Kilometer im­mer abrundet. Ebenfalls ist nur die kürzeste Straßen­verbindung maßgebend. Die Berücksichtigung eines längeren Fahrwegs ist nur erlaubt, wenn eine erheb­liche Zeitersparnis vorliegt.

Tage:
Es gibt zwei Möglichkeiten der Ansetzung der Tage. Entweder man führt Aufzeichnungen über die tat­sächlichen Arbeitstage oder man nimmt pauschal 15 Tage im Monat. Pro Tag darf man auch nur einmal den Weg berücksichtigen. Sollte der Arbeitnehmer also mehrmals am Tag zur Tätigkeitsstätte fahren, darf dennoch nur die erste Fahrt angesetzt werden.

Beispiel:
Die Entfernung eines Arbeitnehmers zu seiner Ar­beitsstätte ist 10,7 km entfernt. Der Arbeitnehmer führt keine Aufzeichnungen über die Arbeitstage.
Berechnung:
10 km x 0,30 € x 15 Tage = 45,00 €

Abwälzung der Pauschalsteuer auf den Arbeit­nehmer

Der Arbeitgeber kann die Pauschallohnsteuer auf den Arbeitnehmer abwälzen. Allerdings darf die pau­schale Lohnsteuer nicht die Bemessungsgrundlage mindern und gilt als zugeflossener Arbeitslohn. Sie wird separat berechnet und als Nettoabzug abgezo­gen.

Fahrtkosten in der Lohnsteuerbescheinigung

Erstattet der Arbeitgeber die Fahrten zwischen Woh­nung und erster Tätigkeitsstätte, müssen auf der Lohnsteuerbescheinigung folgende Zeilen ausgefüllt sein:

  • Zeile 17: Hier ist der Betrag einzutragen der steuerfrei erstattet wird (Siehe 44,00 €-Freigren­ze).
  • Zeile 18: In dieser Zeile sind die steuerfreien Erstattungen einzutragen, die pauschal versteu­ert wurden.

Werden die Zeilen trotz Erstattung nicht ausgefüllt, haftet der Arbeitgeber für die eventuell zu viel erstat­tete Einkommensteuer bei der Veranlagung des Ar­beitnehmers.

Stand: 14. Dezember 2015

Hier finden Sie unser Lohn-Update "Fahrtkostenerstattung durch den Arbeitgeber" zum Download als pdf-Datei.

Zurück

Unser Tipp für eine Sorge weniger:

Lohn- und Gehaltsabrechnung durch Paychex

  • ✔ bereits ab 1 Mitarbeiter
  • ✔ persönlicher Ansprechpartner
  • ✔ zuverlässiger und schneller Service

 

Jetzt mehr erfahren »

Kundenbewertungen bei eKomi:


"zuverlässig, kompetent und pünktlich"
"Schnelle und zuverlässige Lohn- und Gehaltsabrchnung, auch für kleine Unternehmen sehr zu empfehlen."
"Daumen hoch :o)"


Weitere Bewertungen ansehen »

Paychex Newsletter Anmeldung