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Personengruppenschlüssel in den Meldungen zur Sozialversicherung

Die Personengruppenschlüssel sind ein wichtiger Bestandteil der Meldung zu Sozialversicherung und kennzeichnen Besonderheiten der Beschäftigung. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Personengruppenschlüssel mit der jeweiligen Erläuterung.

Zweck der Personengruppenschlüssel

Mit Einführung der Datenerfassungs- und -übermittlungsverordnung (DEÜV) am 1. Januar 1999 wurden die zu meldenden Stammdaten um den so genannten Personengruppenschlüssel erweitert. Der Personengruppenschlüssel ist dreistellig und ermöglicht die Kennzeichnung von Personengruppen unabhängig vom Tätigkeitsschlüssel. Damit können die Besonderheiten der Beschäftigung, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Versichertengruppe und Informationen über die Art der Beschäftigung dokumentiert werden, beispielsweise die Beschäftigung von Auszubildenden, Praktikanten, geringfügig entlohnte und kurzfristig Beschäftigungen oder Beschäftigungen im Rahmen einer Altersteilzeitarbeit.

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Die Schlüssel im Überblick

Für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ohne besondere Merkmale ist der Schlüssel 101 zu verwenden. Hat das Beschäftigungsverhältnis besondere Merkmale, gelten Schlüsselzahlen ab 102.

Sofern gleichzeitig mehrere besondere Merkmale nebeneinander auftreten und demzufolge mehrere Schlüssel möglich sind, ist derjenige mit der niedrigsten Schlüsselzahl zu verwenden.

Die Schlüssel 109 (Geringfügig entlohnte Beschäftigte) und 110 (Kurzfristig Beschäftigte) haben jedoch grundsätzlich immer Vorrang. Bei der Anmeldung geringfügig entlohnter Beschäftigter treten in der Praxis oftmals Unsicherheiten auf, welcher der beiden Personengruppenschlüssel 109 und 101 in den Meldungen anzugeben ist. Die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung haben deshalb eine verbindliche Festlegung getroffen (Besprechungsergebnis zu Fragen des gemeinsamen Meldeverfahrens vom 14./15.9.1999). Danach richtet sich die Verwendung des Personengruppenschlüssels grundsätzlich nach dem Recht der Rentenversicherung. Immer dann, wenn für geringfügig entlohnte Beschäftigte Pauschalbeiträge zur Rentenversicherung zu zahlen sind (Beitragsgruppe 0500), ist der Personengruppenschlüssel 109 zu verwenden ist. Auch wenn der geringfügig entlohnte Beschäftigte auf die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung verzichtet und den Pauschalbeitrag des Arbeitgebers auf den vollen Rentenversicherungsbeitrag aufstockt (Beitragsgruppe 0100), ist der Personengruppenschlüssel 109 zu verwenden. Sind aber zur Rentenversicherung individuelle Beiträge abzuführen, muss der Personengruppenschlüssel 101 angegeben werden.

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Bei der Zusammenrechnung von geringfügig entlohnten Beschäftigen mit einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung bleibt die erste geringfügig entlohnte Beschäftigung versicherungsfrei. Jede weitere geringfügig entlohnte Beschäftigung wird durch die Zusammenrechnung mit der versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung in der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung versicherungspflichtig. In diesen Fällen ist ebenfalls der Personengruppenschlüssel 101 zu verwenden.

 

Beispiel:

Michael H. ist in einem Projektierungsbüro A beschäftigt und erhält monatlich 2.100,00 €. Außerdem bearbeitet sie regelmäßig in zwei weiteren Unternehmen CAD-Aufgaben, beim Arbeitgeber B gegen ein monatliches Entgelt von 300,00 € und beim Arbeitgeber C gegen ein monatliches Entgelt von 350,00 €.

Die Meldungen enthalten folgende Personengruppenschlüssel.

Arbeitgeber A: Personengruppe 101 (Beitragsgruppe 1111)

Arbeitgeber B: Personengruppe 109 (Beitragsgruppe 6500)

Arbeitgeber C: Personengruppe 101 (Beitragsgruppe 1101)
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Auch die Schlüssel 102 (Auszubildende) und 105 (Praktikanten) haben wegen ihrer Auswirkung auf die Rentenversicherung immer Vorrang.

Jede Änderung des Beschäftigungsverhältnisses ist ein meldepflichtiger Tatbestand, auch dann, wenn sich nur der Personengruppenschlüssel ändert. In diesen Fällen ist mit der nächsten folgenden Lohn- und Gehaltsabrechnung, spätestens innerhalb von sechs Wochen nach der Änderung, eine Abmeldung mit dem Grund der Abgabe 33 und eine Anmeldung mit der neuen Personengruppe mit dem Grund der Abgabe 13 abzugeben.

 

Beispiel:

Andreas K. beendet zum 31.7.2006 seine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker und wird vom Ausbildungsbetrieb ab 1.8.2006 als Facharbeiter übernommen.

Innerhalb der Meldefrist sind eine Abmeldung zum 31.7.2006 mit dem Abgabegrund 33 unter Angabe der Personengruppe 102 und eine Anmeldung ab 1.8.2006 mit dem Abgabegrund 13 unter Angabe der Personengruppe 101 zu erstellen. Zu beachten ist, dass sich in diesem Beispiel auch der Tätigkeitsschlüssel ändert.
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Die nachfolgende Tabelle enthält eine Übersicht über die in den Meldungen zur Sozialversicherung zu verwendenden Personengruppenschlüssel.

Erläuterung der Personengruppenschlüssel

Personengruppenschlüssel Personenkreis Erläuterung
101 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ohne besondere Merkmale Beschäftigte, die kranken-, pflege-, renten- oder arbeitslosenversicherungspflichtig sind oder für die Arbeitgeberanteile zur Renten- oder Arbeitslosenversicherung zu zahlen sind
102 Auszubildende Personen, die eine betriebliche Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf durchlaufen oder die Ausbildung für den Beruf allgemein üblich oder anerkannt ist
103 Beschäftigte in Altersteilzeitarbeit Beschäftigung nach dem Altersteilzeitgesetz; der Arbeitgeber muss das Arbeitsentgelt für die Altersteilzeitarbeit im vorgeschriebenen Rahmen aufstocken und für den Arbeitnehmer zusätzliche Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen.
104 Hausgewerbetreibende Personen, die in eigener Arbeitsstätte im Auftrag anderer tätig sind
105 Praktikanten Personen, die eine in Studien- oder Prüfungsordnungen vorgeschriebene berufspraktische Tätigkeit im Rahmen eines rentenversicherungspflichtigen Vor- oder Nachpraktikums ausüben
106 Werkstudenten Studenten, die eine Beschäftigung ausüben und darin kranken-, pflege- und arbeitslosenversicherungsfrei, jedoch in der Rentenversicherung versicherungspflichtig sind
107 Behinderte Menschen in anerkannten Werkstätten oder gleichartigen Einrichtungen Behinderte Menschen, die in anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen oder in Anstalten, Heimen oder gleichartigen Einrichtungen tätig sind
108 Bezieher von Vorruhestandsgeld Personen, die nach einer Vorruhestandsvereinbarung aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind und Vorruhestandsgeld bis zum frühestmöglichen Beginn einer Altersrente, andernfalls bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres erhalten
109 Geringfügig entlohnte Beschäftigte nach § 8 Abs. 1 Nr.1 SGB IV Das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung übersteigt nicht 400 €.
110 Kurzfristig Beschäftigte nach § 8 Abs. 1 Nr.2 SGB IV Geringfügig Beschäftigte mit einer Befristung auf zwei Monate oder 50 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres, es sei denn, dass die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und das Entgelt 400 € übersteigt
111 Personen in Einrichtungen der Jugendhilfe, Berufsbildungswerken und ähnlichen Einrichtungen für behinderte Menschen Personen, die in Einrichtungen der Jugendhilfe, oder Personen, die in Berufsbildungswerken oder ähnlichen Einrichtungen für behinderte Menschen für eine Erwerbstätigkeit befähigt werden sollen
112 Mitarbeitende Familienangehörige in der Landwirtschaft Verwandte bis zum dritten Grad oder Verschwägerte bis zum zweiten Grad sowie Pflegekinder eines landwirtschaftlichen Unternehmers oder seines Ehegatten (ohne Auszubildende)
113 Nebenerwerbslandwirte Personen, die neben der Bewirtschaftung einer Landwirtschaft in einem abhängigen Dauerarbeitsverhältnis stehen
114 Nebenerwerbslandwirte — saisonal beschäftigt Personen, die neben der Bewirtschaftung einer Landwirtschaft eine befristete Beschäftigung ausüben, deren Dauer 25 Wochen voraussichtlich nicht überschreitet
116 Ausgleichsgeldempfänger nach dem FELEG Ehemalige Landwirte und rentenversicherungspflichtig mitarbeitende Familienangehörige in der Landwirtschaft
118 Unständig Beschäftigte Versicherungspflichtige Beschäftigung, die auf weniger als eine Woche befristet ist
119 Versicherungsfreie Altersvollrentner und Versorgungsbezieher wegen Alters Personen, die eine Vollrente wegen Alters aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder einer berufsständischen Versorgungseinrichtung beziehen

Die Personengruppenschlüssel enthalten Informationen über die Art und der Anstellung haben damit direkte Auswirkungen auf die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge. Dementsprechend ist die Meldung des richtigen Schlüssels sehr wichtig.

 

Stand: 1. August 2006

Hier finden Sie dieses Lohn-Update "Personengruppenschlüssel in den Meldungen zur Sozialversicherung" zum Download als pdf-Datei.

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