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Lohn-Updates

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Lohn-Updates

Neue Sachbezugswerte für freie Verpflegung und Unterkunft

Zum 1. Januar 2007 ist die neue Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) in Kraft getreten. Die bisherige Arbeitsentgeltverordnung (ArEV) und die bisherige Sachbezugsverordnung (SachBezVO) wurden aufgehoben.

Nach dieser neuen Verordnung werden die Sachbezugswerte für die Kalenderjahre 2007 und 2008 bestimmt. Dabei ist der Wert der freien Unterkunft für das gesamte Bundesgebiet einheitlich festgelegt worden. Für die neuen Bundesländer gilt allerdings eine Übergangsregelung, wonach der Wert für die Unterkunft im Jahr 2007 um 3 % abgesenkt wird. Ab 2008 gelten dann im gesamten Bundesgebiet einheitliche Sachbezugswerte.

 

Abgabe von Mahlzeiten in der betriebseigenen Kantine

Erhält ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber unentgeltlich oder verbilligt Mahlzeiten oder wird dem Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt eine Unterkunft zur Verfügung gestellt, so ist für deren Bewertung der amtliche Sachbezugswert maßgebend. Dabei handelt es sich um steuerpflichtigen Arbeitslohn. Wird die Verpflegung verbilligt als Sachbezug zur Verfügung gestellt, ist der Unterschiedsbetrag zwischen der vereinbarten Zuzahlung und dem amtlichen Sachbezugswert dem Arbeitslohn hinzuzurechnen. Der Arbeitgeber hat die vom Arbeitnehmer geleistete Zuzahlung grundsätzlich in nachprüfbarer Form nachzuweisen. Die so ermittelten geldwerten Vorteile sind ebenfalls sozialversicherungspflichtig.

Erhalten auch Familienangehörige des Arbeitnehmers eine freie Verpflegung, erhöhen sich die Sachbezugswerte in Abhängigkeit vom Lebensalter des Familienangehörigen. Maßgebend ist das Alter im ersten Entgeltabrechnungszeitraum des Kalenderjahres. Dabei gilt für die freie Verpflegung volljähriger Familienangehöriger ab 2007 der volle Sachbezugswert wie für den Beschäftigten selbst.

 

Beispiel
Thomas Thiele erhält in der betriebseigenen Kantine arbeitstäglich ein kostenloses Mittagessen. Die Bewertung dieses geldwerten Vorteils erfolgt mit dem Sachbezugswert für freie Verpflegung. Arbeitstäglich sind deshalb 2,67 € als steuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn zu berücksichtigen.

Laut Betriebsvereinbarung besteht die Möglichkeit, dass Kinder der Beschäftigten während der Schulferien kostenlos am Mittagessen teilnehmen. Thomas Thieles Sohn Tommy ist 12 Jahre alt und erhält während der Schulferien ein unentgeltliches Mittagessen. An diesen Tagen erhöht sich der arbeitstägliche steuer- und sozialversicherungspflichtige Sachbezug um (40 % von 2,67 €=) 1,07 € auf 3,74 €.

 

Sind beide Ehegatten bei demselben Arbeitgeber beschäftigt, sind die Erhöhungswerte für die Verpflegung der Kinder beiden Ehegatten je zur Hälfte zuzurechnen. Die freie oder verbilligte Verpflegung kann vom Arbeitgeber nach § 40 EStG pauschal versteuert werden. Werden unterschiedliche Mahlzeiten zu unterschiedlichen Preisen abgegeben, kann ein durchschnittlicher Wert angesetzt und der geldwerte Vorteil mit 25 % pauschal versteuert werden. Die so pauschal versteuerten Sachbezüge sind sozialversicherungsfrei.

Beispiel
Ein Arbeitgeber gewährt seinen Arbeitnehmern in einer Betriebskantine ein verbilligtes Mittagessen. Der Preis einer Mahlzeit beträgt durchschnittlich 5,00 €. Die Arbeitnehmer bezahlen für jedes Mittagessen 1,50 € bar. Im Abrechnungsmonat wurden 750 Essen ausgegeben. Der Arbeitgeber versteuert den geldwerten Vorteil pauschal.

Amtlicher Sachbezugswert 2,67 €
Zuzahlung des Arbeitnehmers ./. 1,50 €
geldwerter Vorteil 1,17 €

Summe des geldwerten Vorteils
im Abrechnungszeitraum
1,17 € x 750 Essen 877,50 €

PLSt (25 % aus 877,50 €) 219,38 €
PSolz (5,5 % aus 219,38 €) 12,06 €
PKiSt (4 %*) aus 219,38 €) 8,78 €
*) gilt für Hamburg

 

Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze bei Aufnahme einer Beschäftigung

Wird bei Eintritt eines Arbeitnehmers in einer vorausschauenden Betrachtung festgestellt, dass das für ein Zeitjahr zu ermittelnde regelmäßige Arbeitsentgelt die aktuelle Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt, so hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmer bei Beschäftigungsbeginn zu fragen, ob er bereits in dem vorangegangenen Zeitraum von drei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren mit einem regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt oberhalb der jeweiligen Jahresarbeitsentgeltgrenzen beschäftigt war. Der Arbeitnehmer muss geeignete Nachweise vorlegen, aus denen hervorgeht, dass die Jahresarbeitsentgeltgrenze bereits in drei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren überschritten worden ist.

Praxistipp
Der Nachweis kann beispielsweise durch Vorlage von früheren Entgeltmeldungen zur Sozialversicherung erfolgen. Nehmen Sie Kopien dieser Belege zu den Personalunterlagen.

 

Die steuerliche Erfassung der Mahlzeiten entfällt, wenn gewährleistet ist, dass der Arbeitnehmer für jede Mahlzeit mindestens ein Entgelt in Höhe des amtlichen Sachbezugswertes zahlt.

Abgabe von Mahlzeiten bei Vertragspartnern außerhalb des Betriebes

In Betrieben ohne eigene Kantine erhalten Arbeitnehmer von ihren Arbeitgebern oftmals Essenmarken (Restaurantschecks), die für eine arbeitstägliche Mahlzeit bei einem Vertragspartner (Gaststätte) in Zahlung genommen werden. Der Arbeitgeber leistet gegenüber dem Vertragspartner Barzuschüsse oder erbringt andere Leistungen zur Verbilligung der Mahlzeiten. Eine Bewertung mit dem amtlichen Sachbezugswert ist hier nur zulässig, wenn der auf den Essenmarken ausgewiesene Verrechnungswert für eine Mittagsmahlzeit nicht mehr als (2007) 5,77 € beträgt.

Dabei darf den Arbeitnehmern für jeden Arbeitstag jeweils nur eine Essenmarke zur Verfügung gestellt werden. Abwesenheitstage infolge Dienstreisen, Urlaub oder Krankheit sind gesondert festzustellen. Die Pflicht zur Feststellung der Abwesenheitstage entfällt für Arbeitnehmer, die durchschnittlich nicht mehr als drei Arbeitstage je Kalendermonat Dienstreisen ausführen und keiner der Arbeitnehmer mehr als 15 Essenmarken monatlich erhält.

Sachbezugswerte für freie Verpflegung und Unterkunft 2007

Sachbezugswert für freie Verpflegung (alle Bundesländer)

  Normalsatz (gilt ab 1999 auch für Jugendliche und Auszubildende)
  monatlich € kalendertäglich €
Freie Verpflegung 205,00 6,83
- nur Frühstück 45,00 1,50
- nur Mittagessen 80,00 2,67
- nur Abendessen 80,00 2,67

 

Zuschläge für mitverpflegte Familienangehörige, die nicht bei demselben Arbeitgeber beschäftigt sind

  bis 2006bis 2007
18 Jahre und älter 80 % 100 %
14 bis 18 Jahre alt 60 % 80 %
7 bis 14 Jahre alt 40 % 40 %
bis 7 Jahre alt 30 % 30 %

 

Sachbezugswert für freie Unterkunft (alte Bundesländer und Berlin-West)

  NormalsatzSatz für Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres und für Auszubildende
  monatlich € kalendertäglich € monatlich € kalendertäglich €
allgemein 198,00 6,60 168,30 5,61
im Arbeitgeberhaushalt/Gemeinschaftsunterkunft 168,30 5,61 138,60 4,62

 

Sachbezugswert für freie Unterkunft (neue Bundesländer und Berlin-Ost)

  NormalsatzSatz für Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres und für Auszubildende
  monatlich € kalendertäglich € monatlich € kalendertäglich €
allgemein 192,06 6,40 163,25 5,44
im Arbeitgeberhaushalt/Gemeinschaftsunterkunft 163,25 5,44 134,44 4,48

 

Bei Aufnahme eines Beschäftigten in den Arbeitgeberhaushalt oder Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft ist der Sachbezugswert um 15 % zu vermindern.

Für Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres und Auszubildende verringert sich der Sachbezugswert für eine freie Unterkunft um 15 %, bei der Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft oder im Arbeitgeberhaushalt um 30 %.

Bei Belegung einer Unterkunft mit mehreren Beschäftigten ist der Sachbezugswert zu kürzen
- mit zwei Beschäftigten um 40 %,
- mit drei Beschäftigten um 50 %,
- mit mehr als drei Beschäftigten um 60 %.
- Bei Überlassung einer freien oder verbilligten Wohnung ist der örtliche Mietpreis maßgebend. Falls dieser nur mit außergewöhnlichen Schwierigkeiten festgestellt werden kann, ist in den alten Bundesländern 3,45 €/qm, bei einfacher Ausstattung 2,80 €/qm anzusetzen, in den neuen Bundesländern 3,35 €/qm, bei einfacher Ausstattung 2,72 €/qm.

Stand: 28. Februar 2007

Hier finden Sie dieses Lohn-Update "Neue Sachbezugswerte für freie Verpflegung und Unterkunft" zum Download als pdf-Datei.

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