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Lohn-Updates

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Lohn-Updates

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Lohn- und Gehaltsabrechnung – was ändert sich in 2009?

Steuerfreie Arbeitgeberleistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Leistungen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und zur betrieblichen Gesundheitsförderung, die zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden, sind steuerfrei, soweit sie 500 € je Arbeitnehmer und Kalenderjahr nicht übersteigen (§ 3 Nr. 34 EStG). Es ist keine Entgeltumwandlung möglich. Die steuerliche Vergünstigung gilt bereits rückwirkend für das Kalenderjahr 2008 (§ 52 Abs. 4c EStG). Die betrieblichen Leistungen zur Gesundheitsförderung müssen dem Leitfaden "Prävention" der Krankenkassen entsprechen und umfassen beispielsweise:

  • Vorbeugung, Reduzierung und Ausgleich arbeitsbedingter körperlicher Belastungen,
  • gesundheitsgerechte betriebliche Gemeinschaftsverpflegung,
  • Stressbewältigung am Arbeitsplatz und gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung,
  • Rauchfreiheit im Betrieb, Nüchternheit am Arbeitsplatz, Verhinderung des Suchtmittelkonsums.

 

Hinweis:
Nicht steuerbefreit ist die Übernahme bzw. Bezuschussung von Mitgliedsbeiträgen an Sportvereine und Fitnessstudios.

 

Anhebung der Schwellenwerte für monatliche Lohnsteuer-Anmeldungen

Lohnsteuer-Anmeldungszeitraum ist nach § 41a Abs. 2 Satz 2 EStG das Kalendervierteljahr, wenn die abzuführende Lohnsteuer für das vorangegangene Kalenderjahr mehr als 1.000 € (bisher: 800 €), aber nicht mehr als 4.000 € (bisher: 3.000 €) betragen hat.

Wiedereinführung der 2.600-€-Freigrenze bei Arbeitgeberdarlehen

Zinsvorteile bei Arbeitgeberdarlehen sind seit 1.10.2008 nur dann als Sachbezüge zu versteuern, wenn die Summe der noch nicht getilgten Darlehen am Ende des Darlehensmonats 2.600 € übersteigt (BMF-Schreiben vom 1.10.2008, BStBl. I S. 892).

Keine Arbeitgeberdarlehen sind:

  • Reisekostenvorschüsse,
  • vorschüssiger Auslagenersatz,
  • als Arbeitslohn zufließende Lohnabschläge,
  • als Arbeitslohn zufließende Lohnvorschüsse, sofern es sich nur um eine abweichende Vereinbarung über die Bedingungen der Zahlung von Arbeitslohn.

Wiedereinführung der Pendlerpauschale

Arbeitgeber können seit Dezember 2008 Fahrtkostenzuschüsse auch wieder ab dem ersten Entfernungskilometer des regelmäßigen Arbeitswegs pauschal versteuern. Die Pauschalierung kann rückwirkend für 2007 und für 2008 trotz übermittelter Lohnsteuerbescheinigung vorgenommen werden. Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer diese Änderung formlos zu bescheinigen, sodass rückwirkend eine Korrektur des Arbeitslohnes im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung geltend gemacht werden kann. Die gezahlten SV-Beiträge können vom Arbeitgeber mit einer Frist bis Dezember 2009 korrigiert werden, wenn eine Pauschalbesteuerung nach § 40 Abs. 2 Satz 2 EStG für zurückliegende Beschäftigungszeiträume tatsächlich erfolgt ist.

Identifikationsnummer und elektronische Lohnsteuerbescheinigung

Die elektronische Lohnsteuerbescheinigung für 2008 enthält bereits ein Feld für die neue Identifikationsnummer, sie ist jedoch noch nicht einzutragen. Da noch nicht alle Lohnsteuerkarten für 2009 die Identifikationsnummer enthalten, ist auch für die Datenübermittlung der Lohnsteuerbescheinigungen 2009 die eTIN zu verwenden. Es ist nicht zu beanstanden, wenn der Arbeitgeber die Identifikationsnummer bis auf Weiteres nicht in das Lohnkonto übernimmt.

Gesundheitsfonds und einheitliche Beitragssätze in der Krankenversicherung

Mit Einführung des Gesundheitsfonds ab 1.1.2009 gelten ein einheitlicher allgemeiner und ein einheitlicher ermäßigter Beitragssatz, die auch den früheren Zusatzbeitrag des Arbeitnehmers von 0,9% beinhalten:

  • allgemeiner Beitragssatz: 15,5% (AG-Anteil 7,3%/AN-Anteil 8,2%)
  • ermäßigter Beitragssatz: 14,9% (AG-Anteil 7,0%/AN-Anteil 7,9%)

Der erhöhte Beitragssatz entfällt ab 2009.

Umlagesätze für U1 und U2 werden weiterhin in den Satzungen der Krankenkassen festgelegt.

 

Praxishinweis:
Bei rückwirkenden Änderungen, die das Vorjahr 2008 betreffen, sind Korrektur-Beitragsnachweise zu erstellen. Krankenversicherungsbeiträge für das Vorjahr werden nicht dem Gesundheitsfonds, sondern der jeweiligen Krankenkasse zugeordnet.

 

Erweiterung des DEÜV-Meldeverfahrens aufgrund der Reform der Unfallversicherung

Für Meldezeiträume ab 1.1.2008 (rückwirkend!) sind in den Entgeltmeldungen zur Sozialversicherung zusätzliche Angaben zu machen:

  • Betriebsnummer des zuständigen Unfallversicherungsträgers,
  • Unfallversicherungsmitgliedsnummer des Beschäftigungsbetriebes,
  • anzuwendende Gefahrtarifstelle,
  • in der Unfallversicherung beitragspflichtiges Arbeitsentgelt in Euro,
  • geleistete Arbeitsstunden.

Jahresentgeltmeldungen sind auch für kurzfristig Beschäftigte (Personengruppe 110) zu erstellen, da deren Arbeitsentgelte UV-beitragspflichtig sind. Es besteht aber weiterhin Beitragsfreiheit zur KV, PV, RV, AV.

Entgeltmeldungen, die vor dem 1.1.2010 erstattet werden, sind auch bei fehlender Angabe der geleisteten Arbeitsstunden gültig.

In einer Übergangsphase bis 2012 sind die bisherigen Lohnnachweise zur jeweiligen Berufsgenossenschaft zusätzlich zu den DEÜV-Meldungen zu erstellen und innerhalb von sechs Wochen nach Ablauf des Kalenderjahres dort einzureichen.

Insolvenzgeldumlage

Für Entgeltabrechnungszeiträume ab 1.1.2009 ist die Insolvenzgeldumlage monatlich zusammen mit dem Gesamtsozialversicherungsbeitrag an die jeweilige Einzugsstelle (Krankenkassen, Knappschaft Bahn-See) abzuführen. Dazu wurde ein neuer Beitragsgruppenschlüssel 0050 eingeführt. Der einheitliche Insolvenzgeldumlagesatz für 2009 beträgt 0,1%.

Wiedereinführung der Sofortmeldepflicht

Ab 1.1.2009 ist eine (elektronische) Sofortmeldung an die Datenstelle der Rentenversicherungsträger zu erstatten, sobald ein Arbeitnehmers in folgenden Wirtschaftsbereichen eine Beschäftigung aufnimmt:

  • Bau-, Schausteller- und Gebäudereinigungsgewerbe,
  • Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe,
  • Personenbeförderungsgewerbe,
  • Speditions-, Transport- und damit verbundenen Logistikgewerbe,
  • Unternehmen der Forstwirtschaft,
  • Unternehmen, die sich am Auf- und Abbau von Messen und Ausstellungen beteiligen,
  • neu: Fleischwirtschaft.

Die Sofortmeldung wird in der Stammsatzdatei der Rentenversicherung gespeichert. Liegt dort keine Meldung vor, wird Schwarzarbeit vermutet. Außerdem müssen Beschäftigte in diesen Wirtschaftbereichen ihren Personalausweis, Pass, Passersatz oder Ausweisersatz stets mit sich führen. Der Arbeitgeber ist zu einer einmaligen, schriftlichen Belehrung der Arbeitnehmer über die Mitführungs- und Vorlagepflicht von Personaldokumenten verpflichtet und hat darüber einen Nachweis zu erstellen. Die bisherige Mitführungspflicht für den Sozialversicherungsausweis entfällt.

Beitragsbemessungsgrenzen und Beitragssätze in der Sozialversicherung

SV-Beitragsbemessungsgrenzen (West) SV-Beitragsbemessungsgrenzen (Ost)
Kranken-/ Pflegeversicherung Renten-/Arbeitslosenversicherung Kranken-/ Pflegeversicherung Renten-/Arbeitslosenversicherung
44.100,00 €/Jahr 64.800,00 €/Jahr 44.100,00 €/Jahr 54.600,00 €/Jahr
3.675,50 €/Monat 5.400,00 €/Monat 3.675,50 €/Monat 4.550,00 €/Monat
122,50 €/Tag 180,00 €/Tag 122,50 €/Tag 151,67 €/Tag

 

Beitragssätze

KV: 15,5 %
RV: 19,9 %, AV: 2,8 %,
PV: 1,95 % bzw. 2,2 % für Kinderlose

Jahresarbeitsentgeltgrenze in der Krankenversicherung

48.600 € bzw. 44.100 € (für AN Arbeitnehmer, die bereits am 31.12.2002 KV-frei waren)
Monatliche Bezugsgröße:
2.520,00 € (West) / 2.135,00 € (Ost)
Beitragsberechnung innerhalb der Gleitzone:
Faktor F = 0,7472

Monatliche Sachbezugswerte

Die monatlichen Sachbezugswerte sind in der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) festgelegt.

freie Verpflegung
- nur Frühstück 46,00 €/Monat 1,53 €/Tag
- nur Mittagessen 82,00 €/Monat 2,73 €/Tag
- nur Abendessen 82,00 €/Monat 2,73 €/Tag
Summe 210,00 €/Monat 7,00 €/Tag

 

freie Unterkunft 204,00 €/Monat

 

Stand: 30. Dezember 2008

Hier finden Sie dieses Lohn-Update "Lohn- und Gehaltsabrechnung – was ändert sich in 2009?" zum Download als pdf-Datei.

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