Elektrofahrzeuge: Neue Förderungen und Regelungen für Elektro-Dienstwagen ab Juli 2025

Ab dem 1. Juli 2025 treten erweiterte steuerliche Regelungen für Elektro-Dienstwagen in Kraft, die den Umstieg auf Elektromobilität für Unternehmen und Arbeitnehmer noch attraktiver machen sollen. Insbesondere wird der zulässige Bruttolistenneupreis für die begünstigte Versteuerung deutlich erhöht, was den Zugang zu hochwertigeren E-Fahrzeugen erleichtert. Darüber hinaus profitieren Firmen von verbesserten Abschreibungsmöglichkeiten, die Investitionen in Elektrofahrzeuge finanziell entlasten und so die Umstellung auf eine nachhaltige Fahrzeugflotte fördern.
Diese Maßnahmen sind Teil der staatlichen Strategie, die Elektromobilität in Deutschland weiter voranzutreiben und die CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Elektro-Dienstwagen werden seit Jahren steuerlich begünstigt – die Neuregelung baut diese Förderung weiter aus. Sie betrifft Elektro-Dienstwagen, die ab dem 01.07.2025 angeschafft werden, und ist bis Ende 2027 befristet. Veröffentlicht wurde die Regelung im Rahmen des „Gesetzes für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland“.
Bei der privaten Nutzung eines betrieblichen Fahrzeugs ohne CO₂-Emissionen pro Kilometer wird lediglich ein Viertel des Bruttolistenpreises als steuerliche Bemessungsgrundlage herangezogen (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 S. 2 Nr. 3 EStG). Dies betrifft reine Elektrofahrzeuge inklusive Brennstoffzellenfahrzeuge. Bisher galt die Steuervergünstigung nur für Fahrzeuge mit einem Bruttolistenpreis von maximal 70.000 Euro. Mit der Neuregelung steigt diese Grenze ab dem 1. Juli 2025 auf 100.000 Euro – auch bei der Überlassung eines betrieblichen Kraftfahrzeuges an einen Arbeitnehmer (§ 8 Abs. 2 S. 2, 3 und 5 EStG). Darüber hinaus wird gleichzeitig eine verbesserte Abschreibung für Elektrofahrzeuge eingeführt.
Für neu angeschaffte, rein elektrisch betriebene Fahrzeuge gilt ab Juli 2025 bis Dezember 2027 eine Abschreibung mit folgenden Staffelsätzen:
75 % im Jahr der Anschaffung
10 % im 1. Folgejahr
5 % im 2. Folgejahr
5 % im 3. Folgejahr
3 % im 4. Folgejahr
2 % im 5. Folgejahr
Was sind Elektrofahrzeuge: Schlüsselkonzepte und Definitionen
Elektrofahrzeuge (E-Autos) sind alle Fahrzeuge, die zumindest teilweise von einem oder mehreren Elektromotoren angetrieben werden und elektrische Energie aus Batterien oder anderen Speichermedien beziehen. Der Begriff umfasst verschiedene Antriebskonzepte, die alle das Ziel haben, Emissionen zu reduzieren und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Die Einordnung, welche Fahrzeuge als Elektrofahrzeuge gelten, richtet sich in der neuen Regelung nach § 9 Abs. 2 Kraftfahrzeugsteuergesetz. Demnach umfasst die Regelung alle Fahrzeugklassen – neben Pkw also auch Elektro-Nutzfahrzeuge, Lkw und Busse.
Wichtige Synonyme und verwandte Begriffe sind E-Auto, Elektroauto, E-Fahrzeug, sowie die technischen Abkürzungen BEV (Batterieelektrische Fahrzeuge), PHEV (Plug-in-Hybride) und FCEV (Brennstoffzellenfahrzeuge). Diese Terminologie hilft bei der Navigation durch Herstellerangebote und technische Dokumentationen.
Elektro-Dienstwagen: Fahrzeugtypen einfach erklärt
Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) werden ausschließlich von Elektromotoren angetrieben und beziehen ihre Energie aus Lithium-Ionen-Batterien. Bekannte Beispiele sind der Tesla Model 3, VW ID.4, oder Hyundai IONIQ 5. Diese Fahrzeuge bieten die höchste Effizienz und lokale Emissionsfreiheit.
Plug-in-Hybride (PHEV) kombinieren einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor und können sowohl elektrisch als auch mit Benzin oder Diesel fahren. Modelle wie der BMW X5 xDrive45e oder Audi Q5 TFSI e eignen sich besonders für Menschen mit längeren Fahrten, die dennoch von den Vorteilen der Elektromobilität profitieren möchten.
Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV) nutzen Wasserstoff zur Stromerzeugung über eine Brennstoffzelle. Fahrzeuge wie der Toyota Mirai oder Hyundai Nexo bleiben jedoch noch eine Nischenlösung aufgrund der begrenzten Wasserstoff-Infrastruktur.
Die Elektromobilität steht in direkter Verbindung mit Nachhaltigkeit, der Verkehrswende und dem Ausbau erneuerbarer Energien. E-Autos können als mobile Stromspeicher dienen und das Stromnetz stabilisieren, während sie gleichzeitig die lokale Luftqualität in Städten verbessern.
Elektrofahrzeuge in der modernen Mobilität
Umweltvorteile stehen im Zentrum der Elektromobilität. Elektrofahrzeuge produzieren lokal keine Emissionen und reduzieren CO2-Ausstoß erheblich, besonders bei Nutzung erneuerbarer Energien.
Wirtschaftliche Vorteile: Geringere Betriebskosten durch niedrigere Energiekosten (Strom kostet etwa halb so viel wie Benzin pro 100 km), reduzierte Wartungskosten durch weniger Verschleißteile, sowie erhebliche Steuervorteile.
Das Beste aus dem E-Firmenwagen herausholen: So geht das
Tipp 1: Reichweite realistisch einschätzen
Viele Fahrer überschätzen ihren täglichen Fahrbedarf. In der Praxis liegen die meisten Strecken unter 100 km pro Tag – moderne E-Autos decken damit den Großteil aller Fahrten mühelos ab.Tipp 2: Heimlademöglichkeiten frühzeitig klären
Ein eigener Ladepunkt zu Hause macht den Firmenwagen besonders komfortabel. Am besten sollte man vor der Bestellung prüfen, ob die Installation einer Wallbox möglich ist. Auch bei Mietwohnungen ist die Zustimmung des Vermieters seit 2020 rechtlich einfacher durchsetzbar.Tipp 3: Steuerliche Vorteile und Förderungen nutzen
Elektro-Firmenwagen profitieren von attraktiven steuerlichen Regelungen (0,25 % statt 1 % Versteuerung) und staatlichen Kaufprämien von bis zu 9.000 €. Zusätzlich bieten viele Arbeitgeber weitere Benefits – so lassen sich die Gesamtkosten deutlich reduzieren.
Fazit: Die wichtigsten Erkenntnisse zu Elektrofahrzeugen
Die fünf wichtigsten Punkte zu Elektrofahrzeugen:
Umweltvorteile: E-Autos reduzieren CO2-Emissionen um 40 - 70 % und verbessern die lokale Luftqualität erheblich
Kostenersparnis: Niedrigere Betriebskosten und massive Steuervorteile machen E-Autos wirtschaftlich attraktiv
Technologische Reife: Moderne Elektrofahrzeuge bieten 400-600 km Reichweite und sind alltags- und sogar reisetauglich
Wachsende Ladeinfrastruktur: Mit über 150.000 Ladepunkten in Deutschland ist das Laden meist unproblematisch
Vielfältige Modellauswahl: Von Kleinwagen bis SUV gibt es für jeden Bedarf das passende E-Auto
Konkrete Handlungsempfehlungen für den neuen Elekrto-Dienstwagen:
Fahrprofil über 2-4 Wochen realistisch analysieren
Testfahrten mit mindestens 3 verschiedenen E-Auto-Modellen buchen
Lademöglichkeiten zu Hause und am Arbeitsplatz prüfen
Gesamtkosten inklusive aller Förderungen und Steuervorteile kalkulieren
Die Elektromobilität ist keine Zukunftstechnologie mehr, sondern eine ausgereifte Alternative zu Verbrennern. Mit sinkenden Preisen, steigender Reichweite und wachsender Ladeinfrastruktur bieten E-Autos heute überzeugende Vorteile für Privatpersonen und Unternehmen.
Moderne Lithium-Ionen-Batterien haben Garantien von 8 Jahren oder 160.000 km und behalten meist über 70% ihrer Kapazität. Bei typischer Nutzung halten sie 15-20 Jahre. Die tatsächliche Lebensdauer kann jedoch je nach Ladeverhalten, Fahrstil und Umwelteinflüssen variieren.
Elektrofahrzeuge können auch an öffentlichen Ladestationen geladen werden, die oft eine autonome Stromversorgung haben. Viele moderne E-Autos haben zudem eine Notstromfunktion fürs Zuhause.
Ja, Elektroautos sind über ihren gesamten Lebenszyklus deutlich klimafreundlicher als Verbrenner – vor allem bei Nutzung von Ökostrom. Trotz höherem Energieaufwand in der Produktion erzielen sie 40 – 70 % weniger CO₂-Emissionen und gleichen die anfängliche Belastung im Betrieb schnell aus.
Apps wie ChargeMap oder ADAC e-Charge zeigen verfügbare Ladestationen in Echtzeit mit Preisen, Verfügbarkeit und Bewertungen anderer Nutzer.
Ja, erheblich. Elektro-Firmenwagen werden nur mit 0,25% statt 1% des Bruttolistenpreises versteuert. Bei einem 50.000€-Auto spart man monatlich etwa 375 Euro an Steuern.
Ja, das europäische Schnellladenetz ist inzwischen so gut ausgebaut, dass du mit dem Elektroauto in alle Nachbarländer reisen kannst. Für eine entspannte Fahrt empfiehlt es sich, etwa alle zwei bis drei Stunden eine Ladepause von 20 bis 30 Minuten einzuplanen.
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